Der Walter-Fach-Kraft Karriere-Blog

Neuigkeiten aus der Arbeitswelt

Berufsbild Näher im Check

Was macht ein Näher (m/w/d)?

Näher verwenden Stoffe und Leder um daraus alle Möglichen Dinge von Kleidungsstücken, über Sitzbezüge bis hin zu Zelten anzufertigen. Der Fantasie sind in Sachen Material, Form und Farbe dabei kaum Grenzen gesetzt. Sie berechnen und erstellen Schnittmuster, schneiden Stoffe möglichst ökonomisch zu – das heißt, die versuchen so wenig Stoff wie möglich zu verschwenden-, bügeln die Stoffe auf und vernähen sie anschließend. Natürlich gehört die Qualitätskontrolle am Ende der Arbeit auch mit zum Job. Näher kennen zudem alle Materialien, mit denen sie arbeiten, wissen, wo und wie diese Hergestellt werden, erkennen Webtechniken auf einen Blick und wissen, wie sich die Stoffe und co. beim vernähen, bei Hitze und im Gebrauch verhalten.

Wo arbeite ich als Näher (m/w/d)?

Meist arbeiten Näher in der industriellen Bekleidungsfertigung. Andere Arbeitsorte können Industriehallen, Ateliers, Fachmärkte oder Schneidereien sein. Dein Arbeitsort ist ganz davon abhängig welche Art der Näher-Ausbildung du absolviert hast und in welchem Betrieb du arbeitest.

Welche Stärken braucht ein Näher (m/w/d)?

Um als Näher erfolgreich durchstarten zu können, sind mathematisches Geschick, gute handwerkliche Fähigkeiten und ein gutes Vorstellungsvermögen von Vorteil. All dies sind jedoch keine Voraussetzungen. Hauptsache ist, der zukünftige Näher bringt Spaß am Nähen mit und fürchtet sich nicht vor spitzen Nadeln.

Die Ausbildung

Um Näher zu werden gibt es verschiedene Ausbildungsberufe. Der Ausbildungsberuf, der offiziell „Näher“ heißt, ist für Menschen mit Behinderungen und wird in Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation gelehrt. Was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter Näher versteht, ist der Ausbildungsberuf des Textil- und Mode-Nähers.

Die Ausbildung zum Textil- und Mode-Näher dauert 2 Jahre und kann entweder dual in Betrieb und Berufsschule oder rein schulisch abgeschlossen werden. Bei der rein schulischen Ausbildung entfällt jedoch das Ausbildungsgehalt.

Die meisten Auszubildenden haben die mittlere Reife. Jedoch beginnen auch viele Menschen mit Abitur oder Hauptschulabschluss die Ausbildung zum Textil- und Mode-Näher. Ein vorhandener Schulabschluss ist für diese Ausbildung keine Voraussetzung. So kommt es, dass die Berufsschulklassen bezüglich Vorkenntnissen und Ausbildungsgrad bunt gemischt sind, was den Schulalltag sehr interessant macht.