Der Walter-Fach-Kraft Karriere-Blog

Neuigkeiten aus der Arbeitswelt

Bewerbung: analog oder digital?

Wo und für welchen Beruf möchtest du dich bewerben?

„Früher war alles einfacher …“, das stimmt zwar nur teilweise, die Frage ob digitaler oder analoger Bewerbung stellte sich jedoch nicht. Es ging ja nur analog. Heute ist dies die erste Entscheidung, die wir treffen müssen, wenn wir uns auf einen attraktiven Job bewerben möchten. Viele Unternehmen akzeptieren mittlerweile beide Optionen, einige geben sogar an, welchen Bewerbungsweg sie bevorzugen. Gibt es eine Angabe dazu, folgen wir ihr natürlich. Immerhin wollen wir einen guten ersten Eindruck erwecken.

Spannend wird es, wenn keine bevorzugte Methode angegeben ist. Dann bietet es sich an, danach zu gehen, in welcher Art Betrieb man sich bewerben möchte und auf welche Stelle. Geht es um eine Stelle als Webentwickler in einem IT-Unternehmen ist es wahrscheinlich, dass die Personalabteilung hauptsächlich digital arbeitet. Eine Bewerbung per E-Mail oder Bewerbungsformular trifft hier in der Regel eher auf Begeisterung als eine gedruckte Bewerbung. Bei der Bewerbung auf eine Stelle als Bäcker in einem kleinen Familienbetrieb sieht die Sache schon anders aus. Hier gibt es keine Personalabteilung. Sofern nicht ausdrücklich anders gewünscht, ist die sicherere Methode die Bewerbung per Post oder das persönliche Abgeben einer Bewerbungsmappe. Wir möchten ja nicht, dass unsere Unterlagen ungelesen in einem E-Mail-Postfach (das eventuell nur sehr selten geöffnet wird) versauern.

Vorteile der analogen Bewerbung

Ein klarer Vorteil einer analogen Bewerbung gegenüber einer digitalen Bewerbung ist, dass jemand deine Bewerbung angesehen haben muss, damit sie erfasst werden kann. Automatisch geht hier nämlich gar nichts. Außerdem kannst du dich bereits durch die Optik, Haptik und Qualität deiner Bewerbungsmappe von der Masse abheben. Du kennst den Gesamteindruck deiner Unterlagen also bereits. Das hilft dabei einige Anpassungen zu machen, die die Wahrnehmung des Personalers beeinflussen können. Eine besonders schlichte und elegante Mappe? Druck auf dickerem, hochwertigeren Papier? Das macht Eindruck und lässt deine Bewerbung besonders positiv herausstechen – und das vor dem eigentlichen Lesen!

Vorteile der digitalen Bewerbung

Auch die digitale Bewerbung hat einige Vorteile auf Lager. So ist zum Beispiel der Prozess des Bewerbens selbst sehr viel schneller und unkomplizierter. Außerdem kann schnell skaliert werden, indem die gleichen Unterlagen an mehrere Unternehmen gesendet werden. Das ganz ohne Zeit- und Kostenaufwand. Für das Unternehmen ist die Digitalisierung des Bewerbungsprozesses deutlich erleichtert, wenn alle notwendigen Daten bereits digital vorliegen. So muss nichts händisch nachgetragen werden. Sollte es zunächst nicht zur Anstellung kommen, so kann ein Bewerber in den sogenannten Bewerberpool verschoben werden. Dort greifen Unternehmen oft gern zuerst zu, bevor sie neue vakante Stellen ausschreiben.

Ist die Bewerbung digital versendet worden, ist das ganze mit einem Klick erledigt. Zu guter Letzt spielt bei einer digitalen Bewerbung auch der Umweltschutz eine bedeutende Rolle. Im Vergleich zur analogen Bewerbung wird zwar wesentlich mehr Strom verbraucht, dafür müssen keine Bäume für das Papier gefällt werden. Zudem gibt es keine Mappe, die später als Plastikmüll auf einer Deponie oder im Meer landen kann. Der Postweg vom Bewerber zum Unternehmen und der damit verbundene CO2 Ausstoß fällt ebenfalls weg.

Fazit

Die Entscheidung, ob wir uns analog oder digital bewerben möchten, liegt weitestgehend bei uns. Wenn kein Weg vom Unternehmen vorgegeben ist, sollten wir abhängig von unseren Wertvorstellungen, der Branche und der gewünschten Stelle unsere Wahl treffen. Wir hoffen, dass euch die kleine Gegenüberstellung beider Optionen dabei eine gute Hilfe sein kann.